1782-1839 Die Lehrermesmer Bummele

Erstmals aktenkundig ist im Jahr 1782 in Christazhofen von einem Lehrermesner die Rede. Johann Georg Bummele war von 1782 bis 1831 der erste Lehrer in Christazhofen. Er war zugleich Mesner. Seinen Lebensunterhalt verdiente er in der Bewirtschaftung des Mesnergutes mit Stall und Stadel sowie durch seine Einkünfte aus dem Mesnerdienst.

Die Schüler mussten wöchentlich drei Kreuzer Schulgeld zahlen sowie einen Scheit Holz zum Heizen der Schulstube mitbringen. Unterrichtet wurde sonntags (Sonntagsschule) und an zwanzig Wochen im Winter (Winterschule). Unterricht waren vormittags zwei Stunden und nachmittags zweieinhalb Stunden. Ferien gab es während der Winterschule nicht, unterrichtsfrei waren die Festtage.

Der Unterricht umfasste die Fächer Religion, Lesen, Schönschreiben, Rechtschreiben und Rechnen. 1801 kam Singen hinzu, Handarbeit erst 1874 und Turnen 1885.

Das Fernbleiben vom Unterricht wurde teilweise hart bestraft. Als 1825 sechs Burschen nicht zu einer Schulprüfung erschienen, wurde dies gemeldet und mit Arrest im Ortsgefängnis bestraft. Bis zu sieben Stunden Arrest im Ortsgefängnis waren zugelassen.

Während Johann Georg Bummele in Neutrauchburg bei einem Lehrer ausgebildet wurde, wurde Bummeles Sohn als Lehrerstudent in Christazhofen ausgebildet. Er, Benedikt Bummele, war von 1831-39 der 2. Lehrermesner in Christazhofen.